Modul 10: Politisch-rechtlicher Rahmen und Finanzierung

Moorschutz in Deutschland hat sich innerhalb weniger Jahre vom Nischenthema für Naturschützer zum Boomthema für Klimaschützer gewandelt. Die Wiedervernässung von Waldmooren in Deutschland ist unter dem Kyoto-Protokoll anrechenbar. Viele der traditionellen Finanzierungsmechanismen durch Umweltförderungen der Bundesländer im Rahmen der Moorschutz- und Artenhilfsprogramme, des Bundes (z.B. neue Chancen durch den Waldklimafonds und die Wasserrahmenrichtlinie) und der Europäischen Kommission (LIFE, LEADER, Agrarumweltmaßnahmen aus der Zweiten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik) werden derzeit neu strukturiert. Eine im Rahmen des Projekts durchgeführte Studie baut auf den im Dezember 2013 veröffentlichen Basisrechtsakten zur künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU auf und nimmt die möglichen Auswirkungen dieses Politikpaketes auf den Moorschutz in den Blick [pdf].

 

Private Investoren haben den Moorschutz für ihr grünes Image und perspektivisch für Klimaschutzzertifikate entdeckt. Der flächige Moorschutz in Deutschland hat kaum erträumte Chancen, wenn sich die verschiedenen Interessengruppen zusammenschließen, die sich abzeichnenden politischen Rahmenbedingungen und Instrumente und privaten Finanzierungsmechanismen aktiv mitgestalten und gut kombiniert nutzen.

 

Die drei Projektphasen der Planung und Vorbereitung mit lokalen Akteuren, die Umsetzung der Maßnahmen und schließlich die langfristige Begleitung, Sicherung und Erfolgskontrolle (Monitoring) eignen sich für unterschiedliche Finanzierungsmechanismen. Dabei ist ein breites Spektrum von rein privaten oder öffentlichen Finanzierungen oder Kombinationsmodellen zu erwarten. Moorschutzprojekte müssen ihre Wirkungen auf Lebensraumfunktion / Biodiversität, Wasser- und Nährstoffhaushalt, Klimaschutz und die Erholungsfunktion gemeinsam im Blick haben, um die verschiedenen Finanzierungsmechanismen nutzen zu können.

 

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