Zustand des Torfkörpers - Bodeneigenschaften

Torfe und andere organische Böden sind durch ihren hohen Gehalt an organischer Bodensubstanz bzw. organischem Kohlenstoff definiert. So muss ein Standorte nach Bodenkundlicher Kartieranleitung einen mindestens 30 cm mächtigen Horizont mit mindestens 30 % OBS aufweisen, um als Moor angesprochen zu werden.

Physikalische Torfeigenschaften wie die hydraulische Leitfähigkeit beeinflussen die Moorhydrologie und damit über den Grundwasserstand und seine Dynamik sowohl die Vegetationszusammensetzung als auch biogeochemische Prozesse. Chemische Torfeigenschaften können Aufschluss z.B. über die Auswirkung von Wiedervernässungsmaßnahmen auf die Nährstoffsituation geben. Im Vergleich zu Eigenschaften von Mineralböden sind Torfeigenschaften durch menschliche Eingriffe wie Entwässerung sehr stark (und meist irreversibel) veränderbar.

 

Hier [] geben wir einen Überblick über verschiedene Messmethoden, die zur Erhebung von Parametern zur Bewertung der Ökosystemleistungen, aber auch zur Beurteilung von Standorten im Hinblick auf Wiedervernässungsstrategien genutzt werden können.

 

 

Bodenprofil (Erdniedermoor) an einem entwässerten Grünlandstandort (© B. Tiemeyer)